Protokoll
Bürgerbeiratssitzung vom 14.10.2008
Situation Mieter
Insgesamt sind 120 Wohneinheiten geplant bzw.
bereits bezugsfertig. Die Nachfrage ist damit abgedeckt. 28 (altengerechte)
Wohneinheiten sind im Rahmen einer Investition am Immerather Markt geplant, die
vom Land NRW gefördert werden sollen. Daher wäre bei Realisierung des Projektes
ein Bezug nur mit Wohnberechtigungsschein möglich. Der Bürgerbeirat hat die
Stadt aufgefordert, kurzfristig Investoren und potenzielle Mieter/Interessenten
an Eigentumswohnungen zusammenzubringen. Der Bürgerbeirat wird nach Rückinfo
durch die Stadt konkret Betroffene ansprechen, die bis heute für ihre
Wohnwünsche kein entsprechendes Angebot gefunden haben.
Grundstücksfreigabe für
Externe
Aufgrund der mangelnden Nachfrage nach Grundstücken an den "Hauptstraßen" hat
der Bürgerbeirat zugestimmt, die Grundstücke 337-339 an der Lützerather Straße
(neu) für interessierte Dritte freizugeben.
Änderung Bebauungsplan
Gespräche im Bürgerbüro haben ergeben, dass die baulichen Festsetzungen für den
kleineren Geldbeutel nicht kostengünstig umzusetzen sind. Vor diesem Hintergrund
wurde eine Bebauungsplanänderung im Bereich Kartäuserweg (neu) vorgenommen, um
die Bebauung kleinerer Grundstücke mit einer maximalen Traufhöhe von 4,50 m zu
ermöglichen. Der Bürgerbeirat stimmte dieser Änderung zu. Im Dezember beschließt
der Rat abschließend darüber, damit die Änderung rechtskräftig werden kann.
Umsetzung Wegekreuze, Denkmäler
Eine Ermittlung der Eigentümer der heutigen Fußfallstandorte ergab drei
Besitzer: Kirche (die meisten Grundstücke), Stadt (2) und RWE Power (2). Frau
Bereit berichtete, dass die Kirche einen Tausch dieser Grundstücke plane.Es gebe
auch Interessenten für eine Pflegepatenschaft. Herr Schöbel stellte mögliche
Standorte vor. Seitens RWE gebe es die Zusage, die Denkmäler zu restaurieren.
Dies dauere mindestens 2 Jahre. Die Stadt benötigt nun einen offiziellen
Beschluss des Pfarrgemeinderates, um entsprechende Parzellen ausweisen zu
können. Die Planungsunterlagen werden an Frau Bereit geschickt. Die Stadt
übernehme keine Wegekreuze; RWE wolle "seine" Privatpersonen anbieten. Die
Kirche wünscht, die Parzellen am neuen Standort so klein wie möglich zu halten.
Nach Vorlage des Beschlusses soll es ein Treffen zwischen Kirche, Stadt und RWE
geben, um die Einzelheiten festzulegen.
Offen blieb, wo das alte Kreuz, welches heute am Hof Pesch in Lützerath stehe,
untergebracht werden könne. Für die Madonna in Pesch erklärten sich die Gebr.
Felten gegenüber Herrn Schöbel bereit, die Pflege bis zu ihrem Wegzug aus Pesch
beizubehalten. Später solle eine Parzelle im Pescher Kamp an Hermann-Josef
Felten überschrieben werden, wo die Madonna aufgestellt werden soll. Die Pflege
werde dann weiterhin von der Fam. Felten übernommen.
Friedhof:
Erste Bestattungen sind voraussichtlich ab dem 01.03.2009 möglich. Herr
Schöbel geht davon aus, dass alle Grabarten auf dem neuen Friedhof angeboten
werden können. Umbettungen werden von RWE Power in der Regel in "Sammelaktionen"
à 100 bis 150 Gräber im Frühjahr und Herbst eines Jahres vorgenommen. Dies
beginne bei einem Leerstand im alten Ort von ca. 50%. Daher werde die erste
Umbettungsaktion voraussichtlich im Jahr 2011 erfolgen.
Wird davor eine Umbettung gewünscht, so wende man sich im Einzelfall an RWE
Power (Herrn Juchem). Die Umbettung müsse dann in Eigenregie und gegen die
Erstattung eines Pauschalbetrags durchgeführt werden. Es sind nur
1:1-Erstattungen möglich; das heißt, bezogen auf die heutige Art des Grabes.
Offen blieb, wie die Erstattung einer Umbettung an einen anderen Friedhof als in
Immerath (neu) erfolge.
Friedhofshalle
Hier gibt es noch keine konkreten Planungen. Im Frühjahr 2009 sollen erste
Besprechungen zwischen Bürgerbeirat und Stadt zur Ausgestaltung der
einzelnen Infrastruktur-Projekte angesetzt werden.
Schülerbeförderung
Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 wird die Buslinie 414 Immerath (neu)
anfahren. Dann entfallen bisher getroffene Einzelfallregelungen per Taxi.
Schüler der Oberstufe haben keinen Anspruch auf eine kostenfreie Beförderung, da
Immerath (neu) innerhalb eines festgelegten Radius liege (3,5 km Entfernung von
der Schule). Für Kindergartenkinder ist eine Kostenerstattung an die betroffenen
Eltern im Gespräch, obwohl eine Beförderung mit dem Taxi wegen des hohen
Fahraufwands bevorzugt werde.
Ausbau Feldweg Pescher Kamp – Immerath (neu)
Es wurde erneut darauf hingewiesen, dass in den ursprünglichen Planungen der
Ausbau des Feldweges vorgesehen war. Dieser wird von den Bewohnern des Pescher
Kamps und der Immerather ausdrücklich gewünscht, um eine kurze und direkte
Fuß-/Radverbindung zwischen beiden Bereichen zu schaffen.
Mühle
Hier wird nach wie vor nach einer finanzierbaren Lösung gesucht.
Vereine
Am 25.10.2008 findet ein von RWE Power organisierter Workshop für die Immerather
Vereine im Schloss Paffendorf statt. Inhaltlich geht es u.a. um Vereinsführung
und Jugendarbeit. Die Ausgestaltung einer finanziellen Unterstützung der Vereine
steht nicht auf der Tagesordnung. In diesem Zusammenhang verwies H. W. Corsten
auf einen Entschädigungsanspruch für die Vereine (z. B. für einen
professionellen Abbau der Lautsprecheranlage).
Entschädigung
Das Thema Regionalfaktor und die Bewertung landwirtschaftlicher Hofstellen
wurden angesprochen. Es herrscht nach wie vor großer Unmut darüber, dass in ein
und derselben Umsiedlung unterschiedliche Maßstäbe beim Regionalfaktor und auch
bei der Gesamtlebensdauer angesetzt worden sind bzw. werden. Auch bei den
landwirtschaftlichen Hofstellen gebe es im laufenden Verfahren Änderungen in der
Bewertung. Dies sei bereits auf der Tagesordnung mit RWE Power.
Nachträge außerhalb der Sitzung
SV Immerath, Stadt Erkelenz und der Fußballverband Mittelrhein haben sich auf
eine Lösung in der Diskussion um das Sportlerheim geeinigt. Die Stadt wird einen
50 qm großen Rohbau zur Verfügung stellen, den der Verein in Eigenregie ausbauen
wird.
Zur Gestaltung des Spielplatzes in Immerath (neu): Wie der Rheinischen Post vom
18.10.08 zu entnehmen war, haben Immerather Kinder mit dem Landschaftsplaner
Scheller und dem Stadtjugendpfleger ihre Wünsche in die Planungen mit einbringen
können. Dem bereits im Frühjahr vorgeschlagenen Konzept von 3 Spielzonen für
Klein(st)kinder, jüngeren Schulkindern und älteren Schulkindern wurde dabei
offensichtlich Rechnung getragen.